" Butterbrot und Kekse "

........was ist das?

 

Unter diesem Motto erscheint ab heute meine Kolumne, die sich mit Gedanken zu verschiedenen Themen wie z. B. Entspannung, Kosmetik,  Ernährung usw. beschäftigt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

 

 

 

 

Ein neuer Beitrag meiner Kolumne, heute zum Thema

 

" Macht Zeit zu haben reich oder ist Zeitnot die neue Armut"?

 

Neulich las ich in der Zeitschrift Flow das es tatsächlich ein Fundbüro für Immaterielles gibt. Es nimmt ausschließlich nichtgegenständliche Meldungen entgegen und wurde von der Publizistin Andrea Keller und dem Kulturmangager Patrick Bolle in Zürich eröffnet.

 

Sie sammelten ein Jahr lang Fund - und Verlustinserate. Am häufigsten wurde die Zeit vermißt.

So schrieb ein Mann er habe den

" Zwischenraum " verloren, in " Form von toter Zeit, das Warten, die Langeweile oder das Tagträumen".

 

Dieser Artikel warf bei mir die Frage auf, warum wir Zeit so unterschiedlich wahrnehmen?

In meinem Beruf höre ich häufig den Satz

" Je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit ".

 

Die ersten Male, als ich diese Worte hörte, dachte ich noch, was für ein Quatsch ....... Zeit ist etwas Festgelegtes. Wir können nicht an der Uhr drehen.

( Obwohl, wo ich es gerade schreibe, fällt mir auf, dass wir das sehr wohl können. Siehe Winter-und Sommerzeit).

 

Dennoch ....... Statistiken zufolge arbeiten wir im Durchschnitt wesentlich weniger Stunden, als noch einige Generationen vor uns.

Demzufolge haben wir mehr Freizeit.

Obwohl wir unsere Arbeitszeit gut strukturiert nutzen, trifft das nicht auf unsere Freizeit zu.

Wir nutzen sie nicht so, wie wir eigentlich wollen.

Wir verplanen sie im vorraus indem wir Kurzurlaub buchen, Theaterkarten kaufen oder uns zu einem Kochkurs anmelden.

 

Sich Freiräume zu schaffen heißt, achtsam mit sich selber umzugehen.

 

Denn eine Tatsache besteht!

Jeder Mensch bekommt täglich 24 Stunden geschenkt.

Diese können wir so voll mit Terminen laden, bis wir zusammen brechen, oder wir nehmen unser Leben in die Hand und bestimmen unsere Auszeit selber.

 

Natürlich heben sich im digitalen Zeitalter die Zeitgrenzen ziemlich auf. 

So können wir z.B. im Schlafanzug sitzend, virtuell ein Museum besuchen. 

Sicherlich gibt es nicht " Die " richtige Zeiteinteilung, ist sie doch für jeden unterschiedlich.

 

Aber dennoch ist es nicht die Zeit die drückt, sondern wir selber.

 

Erinnern Sie sich noch an diese eine Szene aus dem Roman " Momo"?

Da wollten die grauen Herren den Friseur Herrn Fusi dazu überreden, Zeit zu sparen, anstatt sie zu verschwenden. Was kam dabei heraus?

Im Bemühen darum lief ihm seine Zeit davon.

 

Wenn wir also wie ein Hamster im Rad laufen, ohne eine Pause einzulegen, laufen wir einem Burnout entgegen.

 

Ich selber bemühe mich, kleine Auszeiten in meinen Alltag einzubauen.

So trinke ich z.B. meinen Espresso nicht zwischendurch im Stehen, sondern reserviere mir zwischen zwei Terminen zehn Minuten, um ihn im Sitzen zu genießen.

Und für eine längere Auszeit ist mir mein Sonntag heilig.

Der ist reserviert für mich und die Dinge, die mir wichtig sind.

Natürlich läßt sich das nicht an allen Sonntagen des Monats realisieren, aber wenn es schon an zwei von vier Sonntagen klappt, habe ich das Gefühl gewonnen zu haben.

 

In diesem Sinn fühle ich mich häufig eher reich als arm und wünsche Ihnen ebenso viel Erfolg beim

" Reich werden "

 

Ihre Iris Bohnen

 

Verbunden und doch allein ......

Diesem Gedanken lohnt es nach zu gehen.

 

Häufig sehen wir Menschen in der Öffentlichkeit zusammen sitzen ..........

und kaum jemand spricht miteinander.

 

Wir sehen, wie junge Mütter hinter Kinderwagen

gehen .........

und ständig auf ihr Smartphone schauen.

 

Menschen sitzen in Vorträgen .........

und versenden SMS oder E-Mails.

 

Dabei wäre es so wichtig, der Stimme seines Gegenübers zu lauschen, vor allem dann, wenn es um die des eigenen Kindes geht.

Sicherlich ertappe ich mich selber häufig dabei, mal eben schnell in den Computer zu schauen, um zu sehen, was meine Internetfreundschaften gerade so machen.

Das kann entspannend sein, nur für den Moment.

Sollte allerdings nicht dazu führen das wir in der Realität nicht mehr viel von dem mit bekommen, was um uns herum passiert.

 

Wie wäre es mit einem kleinen Experiment?

 

Lassen wir das Handy, vielleicht an unserem freien Tag, einfach mal zu Hause!

Wir könnten einkaufen gehen, uns mit einer Freundin zum Kaffee verabreden oder einfach einen Spaziergang machen.

 

Was könnten wir gewinnen?

 

Vielleicht wäre es lustig, in der Schlange an der Kasse die Menschen zu beobachten?

Wir könnten feststellen, wie intensiv ein Gespräch mit der Freundin sein kann, ohne das uns das Handy ablenkt.

Oder wir könnten uns die Chance geben, während eines Spazierganges mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen ....... über den Hund, das Wetter oder einfach nur so.

 

Ich denke, wir würden schnell bemerken, dass wir in diesen Momenten mehr im Augenblick leben als in der virtuellen Welt.

 

Natürlich können wir uns der Technik nicht vollkommen verschließen, dennoch sind wir in der Lage für unser Leben die Grenze klar zu definieren.

Wir können uns Youtube und anderen sozialen Medien ausliefern, doch ebenso gut können wir uns auch Momente der Ruhe und Aufmerksamkeit gönnen.

 

Kommunikation findet mit all unseren Sinnen statt, damit wir einander verstehen können.

 

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen gutes Gelingen bei der Erfahrung und Umsetzung dieses kleinen Experimentes.

 

Denn " Gemeinsam und Miteinander " ist besser als " Verbunden und doch alleine ".

Freuen Sie sich auf den ersten Beitrag zum Thema:

Jetzt sofort? Oder: Mach ich später !

 

Fragt man Kinder : " Wann räumst du dein Zimmer 

auf ? " bekommt man oft die Antwort............

" Mach ich später. "

Damit meinen sie grundsätzlich alles was lästig ist, wie Hausaufgaben machen, Lesen üben oder den Müll runter bringen.

 

Als Erwachsener hat man sich die Fähigkeit des " Mach ich später " gründlich abtrainiert.

Dabei wäre es für die seelische Balance förderlich, wenn wir den freien Tag mit dem beginnen würden, was uns so richtig Spaß macht.

 

Die neuen Stoffe zu einer Decke verarbeiten? Tolle Idee, liegen die Materialien dafür doch schon seit Wochen unangetastet im Schrank.

 

Ok, dann mache ich noch schnell den Einkauf, mähe den Rasen und putze die Fenster.

Und danach........ ja, da nähe ich dann!

 

Haben wir das alles erledigt, ist die anfängliche Lust auf's Nähen futsch.

 

Wie wäre es denn, würden wir das nächste Mal den Lieblingsmenschen bitten den Rasen zu mähen, den Einkauf am Tag zuvor erledigen und die Fenster?

Die sind morgen noch genau so staubig und können noch warten.

 

Somit gestalten wir Freizeit in unserem Sinne.

Das gelingt sicherlich nicht immer, aber lohnt sich, es wenigstens zu versuchen.

 

Denn der größte Irrtum der Menschen ist, zu denken wir hätten ewig Zeit.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei

" Mach ich später "